Kreativ mit HERZBLUT

August 13, 2009

Skelett-/Schleierblätter selbstgemacht

Beim Durch-Wald-und-Wiesen-schlendern sind mir in letzter Zeit immer wieder total vermoderte Blätter aufgefallen, bei denen fast das komplette Blattmaterial weggefault und nur noch die gitterartigen Adern übriggeblieben waren. Die feine Maserung hat mich begeistert und ich hab mir gedacht, wenn das Wind und Wetter hinbekommt, werde ich es wohl auch schaffen.

Ich hab mich im Netz auf die Suche begeben. Anfangs wusste ich nicht mal wie diese Blätterüberreste genannt werden. Aber nachdem ich unendlich viele Internetbastelläden abgeklappert hatte, bin ich fündig geworden:

Skelett- oder Schleierblätter heißen diese filigranen Netzgebilde!

Jetzt fehlte mir nur noch das Know-how wie man diese selber macht! Also hat ich erneut gesucht und das hier gefunden!

Ich hab mich für die Telefonbuch-Methode entschieden und da ich noch gepresste Herbstblätter vom letzten Jahr übrig hatte und das Waschsoda (gibt’s z.B. bei REWE für 1,19 EUR) griffbereit stand, konnte es auch gleich losgehen!

ACHTUNG WASCHSODA IST REIZEND (nicht ihm positiven Sinne!) – HANDSCHUHE TRAGEN!!!

Als erstes habe ich Waschsodapulver mit Wasser verrührt und anschließend das getrocknete Blatt reingelegt. Nun hieß es warten, warten und noch mal warten. Nach über 2 Stunden sah das Blatt noch immer wie am Anfang aus. Nur einen Unterschied gab es: Es war jetzt nass.

Da im oben genannten Link nichts von der Waschsodadosierung stand, hab ich noch mal Pulver dazugegeben. Eine halbe Stunde später hatte sich das Wasser-Waschsodagemisch zwar verfärbt und das Blatt sah an einigen (kleinen) Stellen „glasig“ aus, aber von einem Skelettblatt war ich noch meilenweit entfernt. Deshalb hab ich mir für die Mikrowelle entschieden! Dachte Hitze würde das ganze beschleunigen und das tat es auch! Das Blatt wurde komplett „glasig“. Ich hab es  im jetzt heißen Wasser-Waschsodagemisch noch etwas ruhen lasse, es rausgenommen und mit kaltem Wasser abgespült!

Nun gings ans Bürsten! Die Blattoberseite hab ich so gut es ging mit einer alten Zahnbürste abgebürstet, solange bis nur noch die Blattadern übrig geblieben waren!

Mein erstes, selbstgemachtes Skelettblatt:

Leider ging das Blattfleisch (ich nenn das jetzt einfachmal so) sehr schwierig ab und dadurch sind viele Risse und Löcher entstanden! Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen…

Etwas anderes musste her, etwas mit dem es schneller ging. Etwas aggressiveres!

Nach kurzem Überlegen kam mir Ätznatrons (NaOH) in den Sinn! Das wird beispielsweise zum Seifensieden oder auch Möbelabbeizen verwendet!

ACHTUNG!!! BITTE IMMER DIESE SICHERHEITSREGELN BEIM UMGANG MIT NaOH BERÜCKSICHTIGEN!!!

Ich habe eine kleinere Menge des NaOH in kaltes Wasser eingerührt. Natürlich habe ich Handschuhe und eine Schutzbrille getragen und beim Einrühren den Kopf abgewandt (wegen der aufsteigenden Dämpfe). So stand ich nun auf dem Balkon – möchte nicht wissen, was sich die Nachbarn bei meinem Anblick gedacht haben.
Auch hier hab ich ein getrocknetes Blatt reingegeben, ca. 10 Min. gewartet und schwupp-di-wupp das Blatt war bereits „glasig“. Ich hab das Blatt mit einer Pinsette aus der Lauge geholt (HANDSCHUHE + SCHUTZBRILLE  NICHT VERGESSEN!!!) und es gleich in das zuvor vorbereitete Essigwasser getaucht (um die Lauge zu neutralisieren). Anschließend gings wieder ans Bürsten. Das Blattfleisch ging bei der NaOH-Methode viel leichter ab und das Adernnetz schien flexibler zu sein (weniger Löcher und Risse).

Nr. 2:

Ja, mit Nr. 2 bin ich zufrieden. Sehr sogar!

Hier nochmal beide zum Vergleich:

Mein Fazit

Waschsoda-Methode: Man muss zugeben, ES FUNKTIONIERT. Auch wenn es sehr sehr sehr lange dauert! Das Blattfleisch lässt sich nur mittelmäßig lösen und dadurch entstehen einige Risse und Löcher.

NaOH-Methode: Es geht sehr schnell und das Blattfleisch lässt sich fast rückstandslos und gut lösen! Dennoch sollte man niemals außer acht lassen, dass man mit gefährlichen Chemikalien arbeitet. Die Sicherheitsregeln müssen immer befolgt werden!

April 24, 2009

Wildkräuter, was ist das eigentlich???

Eher durch Zufall bin ich in letzer Zeit auf Wildkräuter gestoßen…

Ich wohne in einer sehr ländlichen Gegend und um mich herum herrscht Natur-Pur! Trotzdem renne ich 3x die Woche in den Supermarkt um mir gespritztes Gemüse, wie z.B. Feldsalat, Kopfsalat, Basilikum, Kresse, Sprossen usw. zu holen. Eigentlich doof, weil die Wiesen und Wälder um mich herum vieles davon anbieten, ganz ohne Chemie und gratis!

Aber Wildkräuter, was ist das eigentlich? Was ist essbar? Was schmeckt wie?

Ein großes Fragezeichen stand plötzlich im Raum und deshalb bin ich losgezogen und hab mir das Buch „Essbare Wildpflanzen: 200 Arten bestimmen und verwenden“ besorgt…

Irre interessant ist das! Von vielen Pflanzen wurde mir als Kind eingetrichtert, dass sie unheimlich giftig seien und nun steht in diesem Buch, dass man die essen kann! Ich war baff!

Im Internet find ich die Seite http://www.kraeuter-almanach.de/ sehr interessant und empfehlenswert! Guckt einfach mal ins Wildkräuter-Lexikon und auch ihr werdet ins Staunen geraten!

Für’s Wochenende habe ich mir vorgenommen loszuziehen, mit Tasche und Buch. Denn folgende Sachen möchte ich probieren:

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Die Rotbuche

Quelle: www.wikipedia.de

Quelle: www.wikipedia.de


Die jungen und zarten Blätter sollen sich hervorragend für Salat eignen!

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Die Brennessel…

Quelle: www.wikipedia.de

Quelle: www.wikipedia.de

…soll ein hervorragender Spinatersatz sein!

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Die Birkenblätter für nen Tee!

Quelle: www.wikipedia.de

Quelle: www.wikipedia.de

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Der Löwenzahn für nen Salat!

Quelle: www.wikipedia.de

Quelle: www.wikipedia.de

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Genauso wie die Vogelmiere!

Quelle: www.wikipedia.de

Quelle: www.wikipedia.de

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Nach Bärlauch möchte ich mich auch noch umgucken, wobei da äußerste Vorsicht geboten ist. Eine Verwechslung mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlose könnte tötlich sein…

Quelle: www.wikipedia.de

Quelle: www.wikipedia.de

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